Rösten auf Amerikanisch
März 9th, 2010 von Annika
bild via claydevoute
In unseren letzten Blogposts hatten wir erwähnt, dass unter anderem die Rösterei Torrefaktum aus Hamburg den Röstgrad Ihrer Kaffees auf Englisch auszeichnet. Besser gesagt, auf Amerikanisch. Denn, die Bezeichnungen für die verschiedenen Röstgrade und -farben unterscheiden sich tatsächlich von Land zu Land.
Damit Du Dich beim nächsten Kaffeekauf auskennst und weißt, ob Du nun einen dunkel oder eher hell gerösteten Kaffee in der Hand hältst, helfen wir Dir mit unserem Röst-Dictionary auf die Sprünge :
Deutschland
In Deutschland ist alles ganz simpel. Man kennt fünf Röstgrade, die schlicht die Farben der gerösteten Bohnen beschreiben: hell, mittelhell, mittel, mitteldunkel und dunkel. Logisch.
Nordmerika
Jetzt wirds kompliziert, die Amis legen fünf Bezeichnungen obendrauf. Hier gibt es:
1. Light Cinnamon: sehr helles Braun
2. Cinnamon: helles Braun
3. New England (light): nicht mehr ganz helles Braun
4. American (light): mittelhelles Braun
5. City Roast (medium): Mittelbraun
6. Full City (Wiener Röstung, Continental): mittleres Dunkelbraun, vereinzelt kleine glänzende Stellen auf der Oberfläche der Bohnen
7. Espresso (Light French): mäßiges Dunkelbraun, vermehrt Glanzstellen und feine Öltröpfchen
8. French (Espresso): Dunkelbraun, glänzende Bohnenoberfläche
9. Italian (Neapolitan, Spanish, Dark French, Heavy): stark Braun, ölig glänzend
10. Spanish (Dark French, Neapolitan): sehr stark bis schwarzbraun, nicht mehr ganz so glänzend, eher matt
In Amerika braucht man also ein scharfes Auge, um den Röstgrad bestimmen zu können – und am Röster selbst ein feines Händchen.
Bei der Farbbeschreibung eines aufgebrühten Kaffees aber sind die Amis nicht ganz so sensibel. Wir hatten schonmal darüber berichtet, über die Michael Jackson Coffee Scale. Witzig oder makaber? Wir finden’s geschmacklos, können uns ein Schmunzeln aber nicht verkneifen, sorry.
Anmerkung: Die Bezeichnungen der Röstgrade haben wir teilweise aus dem Buch “Handbuch Kaffeerösten zu Hause” von Klaus Fricke entnommen.


































Für den Kaffee gab Alois Macheiner vor wenigen Jahren seine leitende Position in einem internationalen Food-Konzern auf um sich, gemeinsam mit seiner Frau, zwei Jahre lang voll und ganz der Bohne zu widmen. Gemeinsam reisten Alois und Margret um die Welt, besuchten Kaffeeplantagen, lasen Literatur, belegten Kurse…









